Staatsmeisterschaft + Österreichische Jugendmeisterschaft Kunstturnen
Danke, Dornbirn! – Turnsport Vorarlberg zeigt seine Klasse
Dornbirn wurde einmal mehr zur Bühne für den heimischen Spitzensport: Bei den 80. Österreichischen Staatsmeisterschaften im Kunstturnen sowie den 54. Jugendmeisterschaften präsentierten sich rund 260 Turnerinnen und Turner aus 54 Vereinen von Donnerstag bis Sonntag auf höchstem Niveau. Für Turnsport Vorarlberg wurden die Titelkämpfe dabei zu einem eindrucksvollen Heimauftritt – sportlich wie organisatorisch.
„Die Entwicklung im heimischen Turnsport ist nicht aufzuhalten. Die Leistungen in Elite- und Nachwuchsklassen waren beeindruckend. Ein großer Dank gilt allen Turnerinnen und Turnern sowie den Coaches“, betonte Turnsport-Austria-Präsidentin Gabriela Jahn und hob gleichzeitig die wiederholt starke Organisation durch Turnsport Vorarlberg hervor.
Vorarlberg als klare Nummer eins
Mit insgesamt 45 Medaillen (17 Gold, 11 Silber, 17 Bronze) unterstrich Vorarlberg seine Vormachtstellung im österreichischen Turnsport. Damit stellte der Landesverband eindrucksvoll unter Beweis, dass nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite konstant erfolgreiche Arbeit geleistet wird.
Leni Bohle krönt sich zur Staatsmeisterin
Für ein sportliches Highlight sorgte Leni Bohle (TS Hohenems), die sich nach drei zweiten Plätzen in Folge erstmals zur Staatsmeisterin im Mehrkampf der Frauen kürte. Mit starken Leistungen, hoher Präzision und bemerkenswerter Nervenstärke gelang ihr der verdiente Sprung an die Spitze. Zusätzlich sicherte sie sich Gold am Sprung sowie Bronze am Balken.
Auch ihre Vereinskollegin Leonie Gschliesser überzeugte bei ihrem Debüt in der Eliteklasse: Rang vier im Mehrkampf und nur 0,8 Punkte Rückstand auf eine Medaille zeigen das große Potenzial der nächsten Generation im Ländle.
Starke Ergebnisse bei den Juniorinnen
Im Nachwuchsbereich bestätigte Jana Dina Beck (SG Götzis) mit Rang vier im Mehrkampf ihre Klasse. An den Geräten belohnte sie sich mit Silber am Boden und Bronze am Barren. Ergänzt wurde die Vorarlberger Bilanz durch Larissa Gschliesser (TS Rankweil), die in der Allgemeinen Klasse Bronze gewann.
Gino Vetter und Vorarlbergs Männer überzeugen
Bei den Männern zeigte Gino Vetter (TS Lustenau) einmal mehr seine Klasse. Im Mehrkampf musste er sich zwar knapp geschlagen geben (nur 0,2 Punkte Rückstand), an den Geräten dominierte er jedoch:
Gold am Pferd, Barren und Reck sowie Silber am Boden sprechen eine klare Sprache.
Erfolgreich präsentierten sich auch weitere Vorarlberger:
- David Bickel (TS Wolfurt) holte Silber am Reck und Bronze an den Ringen.
- Luca Hagen (TS Lustenau) überzeugte mit Gold an den Ringen (ex aequo) sowie mehreren Bronzemedaillen.
Samuel Wachter als herausragender Mehrkämpfer
Zum überragenden Athleten der Titelkämpfe entwickelte sich Samuel Wachter (TS Fußach). Er verteidigte nicht nur seinen Mehrkampftitel, sondern gewann zusätzlich vier Gold- und zwei Silbermedaillen an den Geräten. Besonders bemerkenswert: Wachter stand in allen sieben Disziplinen auf dem Podest – eine außergewöhnliche Leistung.
Nachwuchs als Erfolgsgarant
Die Stärke Vorarlbergs zeigte sich besonders deutlich in den Jugendklassen:
- Bei den Burschen gingen 10 von 12 Medaillen in den Mehrkämpfen ins Ländle.
- Dominik Rexa (TS Wolfurt) gewann Gold in der J1-Klasse.
- Alle Teamwertungen der Burschen gingen ebenfalls an Vorarlberg.
Auch bei den Mädchen überzeugte der Nachwuchs:
- Alba Schwarzenböck (TS Bregenz-Stadt) holte Mehrkampfgold in der J3.
- Lou Wolf (TS Egg) gewann Bronze in der J2.
- Dazu kamen mehrere Medaillen an den Geräten sowie Podestplätze in den Mannschaftsbewerben.
Dornbirn als perfekter Gastgeber
Neben den sportlichen Erfolgen überzeugte Dornbirn erneut als Veranstaltungsort. Das Messestadion bot drei Tage lang eine würdige Bühne für den österreichischen Turnsport. Einziger kleiner Kritikpunkt blieb der teilweise stockende Ergebnisdienst, dessen Ursachen nun aufgearbeitet werden.
Leistungsstarker Weg Richtung internationale Bewerbe
Auch im Hinblick auf die kommenden internationalen Höhepunkte – insbesondere die Europameisterschaften im August in Zagreb – lieferten die Staatsmeisterschaften wichtige Erkenntnisse. Sportdirektor Fabian Leimlehner zeigte sich optimistisch: „Wir sind auf Kurs. Die Leistungen im Elitebereich waren sehr ansprechend – jetzt gilt es, in den kommenden Wochen die Feinabstimmung vorzunehmen.“
Fazit:
Die Staatsmeisterschaften 2026 in Dornbirn waren nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein starkes Signal für den Turnsport in Vorarlberg. Mit beeindruckenden Leistungen, einer breiten Nachwuchsbasis und einer professionellen Organisation präsentierte sich das Ländle einmal mehr als Zentrum des österreichischen Kunstturnens.