European Youth Olympic Festival (EYOF) Kunstturnen

24. bis 30. Juli 2022 | "Banska Bystrica, Slowakei"

VTS-Juniorinnen auf EYOF-Kurs

Vom 24. – 30.7. wird in Banská Bystrica, Slowakei das European Youth Olympic Festival ausgetragen – und die Qualifikation für diesen Saisonhöhepunkt der österreichischen Juniorinnen nimmt schön langsam Fahrt auf. So wurden am 1.5. sowie am 4.6. am Bundesstützpunkt in Linz zwei Testwettkämpfe ausgetragen, die für die beiden VTS-Hoffnungsträgerinnen Leni Bohle (TS Hohenems) und Aurea Wutschka (TS Wolfurt) bereits überaus vielversprechend verlaufen sind. Beim ersten Test dominierte Leni die Konkurrenz nach Belieben und lag mit 47,767 Punkten mehr als fünf Punkte vor Kathi Gschiel (B) und Fanny Herzog (W). Aurea blieb bei diesem Wettkampf noch unter ihren Möglichkeiten, hatte v.a. mit dem Stufenbarren zu kämpfen und klassierte sich auf Platz 6. Beim zweiten Wettkampf musste Leni krankheitsbedingt leider passen. Dafür trumpfte Aurea diesmal groß auf – mit 45,933 Punkten ließ sie ihrerseits Sofija Schur (OÖ) und Valentina Perlornigg (T) um mehr als fünf Punkte hinter sich und ist somit ebenfalls eine heiße Kandidatin auf einen der drei EYOF-Startplätze. Ernst wird es dann erstmals im Rahmen der Österreichischen Staatsmeisterschaften am 17.6. in Graz, die zweite Qualifikation findet im Zuge der 1. WAG Austrian Team Challenge am 2.7. in Klagenfurt statt.

Gino Vetter ist bei der EYOF mit dabei

Es war eine äußerst schwierige Entscheidung, welche die ÖFT-Verantwortlichen nach den zwei abgeturnten Qualifikationswettkämpfen der Turner für das diesjährige Europäische Olympische Jugendfestival (EYOF), das Ende Juli im slowakischen Banská Bystrica ausgetragen wird, zu treffen hatten. So gab es im Vorfeld der zwei Termine (Kärntner Landesmeisterschaften am 5.6. sowie Österreichische Staatsmeisterschaften am 17.6.) mit Gino Vetter (TS Lustenau), David Bickel (TS Wolfurt), Mateo Fraisl (TS Satteins), dem Steirer Nicolas Ivkic, dem Wiener Alfred Schwaiger sowie dem Oberösterreicher Vincent Lindpointner nicht weniger als sechs Athleten, denen das Erbringen des geforderten Limits (74,00 Punkte) zugetraut werden konnte. Beim ersten Wettkampf in Klagenfurt turnte sich Nicolas Ivkic in die Favoritenrolle, dahinter zeichnete sich ein Wettstreit auf hohem Niveau ab, hatten doch auch Schwaiger, Bickel und Vetter im Kampf um zwei weitere zu vergebende Plätze bereits im ersten Anlauf das geforderte Limit deutlich übertroffen. Beim zweiten Wettkampf behielt Gino Vetter die Nerven und gewann nicht nur den Mehrkampf mit 77,20 Punkten vor Ivkic, sondern damit auch den Titel des Österreichischen Junioren-Staatsmeisters 2022. Damit ging es im Vergleich Bickel – Schwaiger um den dritten und letzten EYOF-Startplatz, der letzten Endes knapp zugunsten von Alfred Schwaiger entschieden wurde.

Wenn auch die Enttäuschung bei David Bickel für die Nicht-Nominierung sicherlich da ist, so hat er zumindest als Trostpflaster die fixe Nominierung für die Junioren-EM (gemeinsam mit Vetter, Ivkic und Schwaiger) Mitte August in München in der Tasche. Der fünfte und letzte Startplatz wird dann Anfang Juli nach einem Junioren-Länderkampf in Klagenfurt vergeben, wobei aufgrund der Verletzung von Mateo Fraisl bei der ÖM wohl Vincent Lindpointer die besten Chancen auf eine JEM-Nominierung hat.